Startpfad · Checkliste

Digitale Grundausstattung in der richtigen Reihenfolge.

Konten, Zuständigkeiten, Mindestsetup und Eigentum werden vor zusätzlichen Tools geklärt. Die Liste ist ein Arbeitsrahmen, keine pauschale Rechts- oder Sicherheitsprüfung.

Sechs Phasen

Jeder Baustein braucht einen Eigentümer und einen prüfbaren Abschluss.

Die Reihenfolge verhindert, dass ein späteres System auf ungeklärten Konten, Inhalten oder Zuständigkeiten aufsetzt.

  1. 01 / Eigentum

    Domain und zentrale Konten

    Geschäftsführung oder klar benannte interne Stelle

    • Domaininhaber und Rechnungsempfänger dokumentieren
    • Zugriff auf Registrar und DNS prüfen
    • Wiederherstellung und Zwei-Faktor-Zugang festlegen
    • geschäftliche E-Mail nicht an ein privates Einzelkonto binden
  2. 02 / Aussage

    Angebot, Zielgruppe und nächster Schritt

    fachlich verantwortliche Person

    • Angebot in einem verständlichen Satz formulieren
    • wichtigste Zielgruppe und typische Ausgangslage benennen
    • einen primären Kontakt- oder Anfrageweg festlegen
    • Pflichtangaben und echte Vertrauensgrundlagen sammeln
  3. 03 / Website

    Kleine, vollständige erste Version

    Inhaltsfreigabe plus technische Umsetzung

    • Startseite und notwendige Detailseiten abgrenzen
    • mobile Lesbarkeit und Tastaturbedienung prüfen
    • Metadaten, Canonical, Sitemap und strukturierte Daten setzen
    • Impressum, Datenschutz und Formulardaten projektspezifisch prüfen
  4. 04 / Anfrage

    Kontakt vollständig bis zur Antwort

    zuständige Person im Betrieb

    • nur notwendige Felder abfragen
    • Eingangsbestätigung und internen Empfänger testen
    • Reaktionsweg und Vertretung festlegen
    • Fehlerfall ohne verlorene Anfrage definieren
  5. 05 / Übergabe

    Zugänge, Pflege und Eigentum

    Kontoinhaber plus künftige Pflegeverantwortung

    • Repo, Hosting, Domain und E-Mail zuordnen
    • Admin- und Alltagsrollen trennen
    • Backup- und Wiederherstellungsweg dokumentieren
    • Zugänge ausscheidender Dienstleister entziehen
  6. 06 / Ausbau

    Buchung, CRM oder Automation

    Prozessverantwortung im Alltag

    • erst nach stabilen Anfragen ergänzen
    • Zweck und Datenfluss pro System benennen
    • Ausnahmen und menschliche Kontrolle festlegen
    • laufende Kosten und Kündigungsweg dokumentieren

Eigentum und Zugänge

Der Betrieb muss handlungsfähig bleiben.

Kontoinhaber
Firma oder klar autorisierte Person, nicht nur der ausführende Dienstleister.
Admin-Zugang
Wenige benannte Personen, Zwei-Faktor-Schutz und dokumentierte Wiederherstellung.
Alltagszugang
Nur die Rechte, die für Inhalte, Anfragen oder Pflege tatsächlich nötig sind.
Übergabe
System, Abrechnung, Eigentum, Backup und Entzug alter Zugänge nachvollziehbar festhalten.

Typische Fehlstarts

Früh sichtbar machen, was später teuer oder unklar wird.

  • Domain oder Konten liegen dauerhaft im privaten Zugang eines Dienstleisters.
  • Die Website wird gebaut, bevor Angebot und Anfrageweg entschieden sind.
  • Mehrere Tools werden gleichzeitig eingerichtet, ohne eine zuständige Person zu benennen.
  • Ein Formular sendet zwar, aber niemand testet Bestätigung, Spamweg und interne Antwort.
  • CRM oder Automation werden vor einem stabilen manuellen Ablauf eingeführt.

Nächster Schritt

Website, Anfrageweg und Zuständigkeit gemeinsam einordnen.

Der lokale Startplan zeigt den ersten offenen Bereich und empfiehlt genau einen passenden Vertiefungsweg.

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